Netzabdeckung prüfen: Die Karten von Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 richtig lesen — plus die Zahlen der Bundesnetzagentur

Die Kurzantwort: Die Netzabdeckung an deiner Adresse prüfst du in der Karte des Netzbetreibers — Telekom, Vodafone, o2 oder 1&1 — und gegen die neutrale Karte der Bundesnetzagentur. Aber keine dieser Karten zeigt gemessenen Empfang: Die Telekom nennt ihre Karte eine „Modellrechnung“, Vodafone spricht von „berechneten Werten“ und „Outdoor-Werten“, die Bundesnetzagentur von einer „Prognose“. Ob es in deiner Wohnung reicht, zeigt nur ein Test mit einer echten SIM — und den gibt es bei o2, Vodafone und 1&1 30 Tage kostenlos, im Telekom-Netz über eine Prepaid-Karte ab 4,95 €.

Wir haben am 18. und 19. September 2026 die Konfigurations- und Legendentexte aller vier Netzkarten, das Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur mit Datenstand Juni 2026 und die Versorgungsauflagen ausgewertet. Die Zahlen je Bundesland und Landkreis stammen direkt aus der Excel-Auswertung der Bundesnetzagentur. Welche Marke in welchem Netz funkt, steht in unserer Netz-Matrix — hier geht es darum, wie gut dieses Netz dort ist, wo du bist. Stand: 19.09.2026.

Die vier Netzkarten im Überblick

Discounter haben keine eigenen Netze und meist keine eigene Karte: congstar und ja! mobil binden die Telekom-Karte ein, Lidl Connect verlinkt die Vodafone-Karte, Aldi Talk hat eine eigene Kartenseite im o2-Netz. Welche Karte für deinen Tarif gilt, entscheidet also das Netz, nicht die Marke.

NetzKarteEbenenDrinnen oder draußen?Was die Karte über sich selbst sagtBesonderheit
Telekom (auch congstar, ja! mobil, Penny, EDEKA smart, fraenk …)telekom.de/netz; Suche nach Adresse oder Koordinaten2G, 4G, 5G, 5G+ Ultraeine Ebene für „Fensternähe innerhalb und außerhalb von Gebäuden“„beruht auf einer Modellrechnung … und kann nicht garantiert werden“Zeigt Richtung und Entfernung zum nächsten Funkmast (nah unter 2 km, mittel unter 10 km, weit über 10 km); 2G „bis zum 30.06.2028 verfügbar“
Vodafone (auch Lidl Connect, otelo, FYVE, sparSIM …)vodafone.de/hilfe/netzabdeckung; Suche nach PLZ, Ort, Straße, Hausnummer2G, 4G, 5G (Hinweis „5G+ ist hier verfügbar“)Ebenen heißen „5G outdoor“ und „LTE_all outdoor“; „Alle angegebenen Geschwindigkeiten sind Outdoor-Werte.“„Die Bandbreiten in der Tabelle sind berechnete Werte.“ — plus ein Messanteil: ob „während der letzten 90 Tage“ Kunden dort 4G genutzt haben, und Speedtests der letzten 90 TageZeigt geplanten Ausbau („An diesem Standort bauen wir in Kürze …“) und die Auslastung
o2 / Telefónica (auch Aldi Talk, Blau, NettoKOM, Lyca …)o2online.de/netz; adressgenau2G, 4G, 5Ggetrennt: Balken je Technik „innerhalb bzw. außerhalb von Gebäuden“ (so erklärt es die baugleiche Aldi-Talk-Karte)kein Prognose-Hinweis auffindbarLive-Check für aktuelle Störungen („die Anzeige neuer Störungen kann bis zu 30 Minuten dauern“)
1&1 (auch sim.de, winSIM, PremiumSIM, GMX …)mobile.1und1.de/netzcheck; Suche nach PLZ oder Ort2G, 4G, 5GEbenen wie bei Vodafone „outdoor“kein Prognose-Hinweis auffindbarLäuft auf dem Kartenserver von Vodafone und zeigt eine 2G-Ebene, obwohl 1&1 kein eigenes 2G hat — die Karte zeigt also das Vodafone-Roaming mit, ohne es zu kennzeichnen (siehe unten)
Stand: 19.09.2026. Zitate aus den Legenden-, Hinweis- und Sprachdateien der Karten selbst. Keine der vier Karten nennt einen Datenstand.

So liest du die Karten richtig

  • Berechnet, nicht gemessen. Alle vier Karten beruhen auf Funkmodellen der Netzbetreiber. Die Telekom schreibt das am deutlichsten: Die angezeigte Versorgung „beruht auf einer Modellrechnung … und kann nicht garantiert werden“. Vodafone ergänzt als einziger Betreiber einen Messanteil aus echten Kundendaten der letzten 90 Tage.
  • Draußen ist nicht drinnen. Vodafone zeigt „Outdoor-Werte“ und schreibt selbst: „Die Mobilfunkversorgung kann in geschlossenen Räumen geringer ausfallen, zum Beispiel durch dicke Wände.“ Die Telekom rechnet für „Fensternähe“ — die Kellerwohnung oder das Büro in der Gebäudemitte deckt das nicht ab. Nur o2 trennt drinnen und draußen sichtbar. Ein o2-Moderator im Kundenforum liest eine Adresse so: „im Freien gut und in den Gebäuden leider eingeschränkt“.
  • Heranzoomen. 1&1 erklärt weiße Flecken in der Übersicht als Darstellungsfehler: „In der Regel handelt es sich dabei nur um eine ungenaue Darstellung, wenn die Karte maximal herausgezoomt wurde.“ Das gilt für alle Karten — prüfe auf Straßenebene.
  • Vollständige Adresse eingeben. Vodafone rechnet die Bandbreite für einen Punkt: „Für genauere Ergebnisse bitte eine vollständige Adresse mit Ort, Straße und Hausnummer angeben.“
  • 5G auf der Karte heißt nicht 5G auf deinem Handy. Die Telekom blendet teils ein: „noch nicht alle 5G Endgerätetypen unterstützt“. COMPUTER BILD beschreibt im Netztest 2026, dass „kein iPhone mit der Frequenzkombination aus LTE auf 800 MHz und 5G auf 700 MHz klar“ komme, die auf dem Land oft auftritt.
  • Störung ist nicht Abdeckung. Fällt das Netz plötzlich aus, hilft die Abdeckungskarte nicht. o2 und Aldi Talk haben dafür einen Live-Check direkt in der Karte.

Die 1&1-Karte zeigt mehr als das 1&1-Netz

1&1 baut seit 2023 ein eigenes Netz und lässt Kunden überall dort ins Vodafone-Netz, wo es noch fehlt: „Dort, wo das eigene Netz aktuell noch nicht verfügbar ist, greifen Kundinnen und Kunden unterbrechungsfrei über Antennen unseres National-Roaming-Partners Vodafone auf das 1&1 Netz zu.“ Die Netzcheck-Karte trennt das nicht. Sie läuft auf dem Kartenserver von Vodafone, hat dieselben Ebenen wie die Vodafone-Karte und sogar eine 2G-Ebene — 1&1 selbst betreibt kein 2G. Daher kommen die „etwa 95 %“ 5G-Abdeckung, die 1&1 für Anfang 2026 nennt.

Das eigene 1&1-Netz deckt laut Bundesnetzagentur im Juni 2026 2,1 % der Fläche mit 5G ab; 1&1 selbst meldete im Dezember 2025, das eigene Netz erreiche 25 % der Haushalte. Für dich als 1&1-, sim.de- oder winSIM-Kunde heißt das: Die Karte zeigt, was du nutzen kannst — aber außerhalb der Städte meist das Vodafone-Netz. Wo tatsächlich eigenes 1&1-Netz steht, zeigt nur die Karte der Bundesnetzagentur mit dem Betreiberfilter 1&1. Wie das Roaming funktioniert, steht in der Netz-Matrix.

Die neutrale Karte: Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur zeigt alle vier Netze nebeneinander, getrennt nach 2G, 4G, 5G und 5G Standalone: Karte des Mobilfunk-Monitorings im Gigabit-Grundbuch, Erklärungen und FAQ auf der Infoseite. Unabhängig gemessen ist sie aber nicht: „Die Daten für die Mobilfunk-Karte stellen die Betreiber … nach Vorgaben der Bundesnetzagentur bereit.“ und „Die Karte basiert auf errechneten Daten der Mobilfunknetzbetreiber für den Outdoor-Empfang.“ Der Vorteil liegt in den einheitlichen Regeln: Alle Betreiber rechnen mit denselben Mindestpegeln, auf 1,5 Meter über Grund, in einem Raster von 100 × 100 Metern. Die Bundesnetzagentur selbst nennt ihre Karte „eine Prognose der lokalen Netzabdeckung“ und warnt: „Die tatsächliche Versorgungsqualität in Gebäuden (Indoor) kann hiervon abweichen.“

Datenstand ist Juni 2026, aktualisiert wird laut FAQ zweimal im Jahr. Die Behörde prüft die Betreiberangaben mit den Messungen der App Mobilfunk-Check und mit Stichproben ihres Prüf- und Messdienstes. Ab dem vierten Quartal 2026 soll die Karte zusätzlich die „erwartbare Mobilfunkversorgung in Fahrzeugen“ zeigen. Unser Tipp für Gemeinde-genaue Zahlen: Die Bundesnetzagentur stellt die komplette Auswertung als Excel-Datei bereit — im Blatt „Fläche“ steht für jede der rund 11.000 Gemeinden, wie viel Prozent der Fläche jeder Betreiber mit 4G und 5G versorgt.

Netzabdeckung in Zahlen: alle vier Netze im Juni 2026

Netz2G (Fläche)4G (Fläche)5G (Fläche)5G an Autobahnen5G an Bundesstraßen5G an Schienenwegen
Telekom98,8 %92,6 %89,9 %99,7 %95,5 %96,8 %
Vodafone98,3 %92,2 %77,2 %97,4 %87,3 %89,9 %
o2 / Telefónica98,4 %88,3 %80,2 %94,7 %87,0 %90,5 %
1&1 (nur eigenes Netz)kein 2G3,0 %2,1 %9,3 %6,1 %12,6 %
Mindestens ein Netz99,8 %97,8 %96,2 %100 %99,1 %99,3 %
Quelle: Bundesnetzagentur, Mobilfunk-Monitoring, Datenstand Juni 2026 (Excel-Auswertung, Blätter Fläche, Autobahnen, Bundesstraßen, Schienenwege). Anteil der Fläche bzw. Streckenlänge im Freien. Nach Haushalten gerechnet sind 99,94 % mit 4G und 99,70 % mit 5G versorgt.

Ohne mobiles Breitband — also nur 2G oder gar nichts, die „weißen Flecken“ — sind 1,7 % der Fläche Deutschlands. Echte Funklöcher ohne jede Mobilfunkversorgung macht die Bundesnetzagentur auf 0,2 % der Fläche aus. Auf 12,6 % der Fläche gibt es mobiles Breitband nur bei einem oder zwei der drei großen Netze („graue Flecken“) — dort entscheidet die Netzwahl. Die Telekom hat die größte 5G-Fläche. Bei 4G liegt Vodafone bundesweit fast gleichauf, und in acht Bundesländern sogar vorn (Tarife: Handytarife im Vodafone-Netz).

Welches Netz in welchem Bundesland am meisten Fläche abdeckt

Die bundesweiten Zahlen verdecken große Unterschiede. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt deckt Vodafone mehr Fläche mit 4G ab als die Telekom, in Berlin, Hamburg und Bremen liegen alle Netze bei fast 100 %. Den höchsten Wert je Zeile haben wir fett gesetzt.

Bundesland4G Telekom4G Vodafone4G o25G Telekom5G Vodafone5G o2Weiße Flecken
Baden-Württemberg89,2 %87,5 %85,1 %83,8 %67,5 %79,1 %2,5 %
Bayern91,2 %90,2 %84,7 %86,9 %74,6 %83,0 %2,8 %
Berlin98,6 %99,5 %99,7 %99,4 %96,9 %99,7 %0,0 %
Brandenburg91,7 %95,2 %88,5 %87,9 %81,4 %85,3 %1,0 %
Bremen99,5 %100,0 %99,9 %99,9 %99,9 %99,2 %0,0 %
Hamburg98,9 %99,2 %99,2 %98,7 %97,2 %98,9 %0,0 %
Hessen91,9 %86,1 %85,6 %88,2 %62,3 %64,8 %2,7 %
Mecklenburg-Vorpommern94,9 %94,5 %90,1 %93,3 %79,0 %85,8 %0,9 %
Niedersachsen93,8 %95,7 %89,4 %92,9 %84,8 %78,9 %1,0 %
Nordrhein-Westfalen95,7 %92,7 %92,0 %95,0 %78,9 %74,9 %1,1 %
Rheinland-Pfalz89,8 %87,8 %87,0 %87,0 %67,3 %69,6 %2,7 %
Saarland96,1 %92,8 %91,6 %94,4 %74,6 %74,1 %0,8 %
Sachsen93,7 %96,5 %92,7 %91,5 %84,6 %88,4 %0,8 %
Sachsen-Anhalt93,5 %94,2 %88,2 %91,2 %82,6 %83,4 %1,5 %
Schleswig-Holstein97,4 %98,6 %96,1 %98,0 %91,2 %86,4 %0,1 %
Thüringen90,7 %88,9 %88,3 %88,3 %74,8 %79,9 %2,8 %
Quelle: Bundesnetzagentur, Mobilfunk-Monitoring, Datenstand Juni 2026, Blatt „Fläche“. Anteil der Landesfläche im Freien; „weiße Flecken“ = kein 4G oder 5G bei keinem Netz. Das eigene 1&1-Netz liegt außer in den Stadtstaaten (Bremen 54,1 %, Berlin 43,8 %, Hamburg 27,7 % mit 5G) überall unter 6 %.

Wo die meisten weißen Flecken liegen

Die dünnste Versorgung haben die bayerischen Alpen und die Pfalz. In diesen Kreisen ist bis zu ein Fünftel der Fläche ohne 4G und 5G — und ein spürbarer Teil ganz ohne Netz. Wer hier wohnt oder Urlaub macht, sollte vor der Tarifwahl die Karte der Bundesnetzagentur mit allen drei Netzen vergleichen.

KreisWeiße FleckenFunklöcher5G Telekom5G Vodafone5G o2
Berchtesgadener Land (Bayern)21,2 %7,3 %54,0 %46,0 %66,1 %
Garmisch-Partenkirchen (Bayern)14,0 %6,1 %52,8 %45,8 %66,2 %
Miesbach (Bayern)13,3 %6,0 %71,1 %50,1 %68,7 %
Oberallgäu (Bayern)12,4 %4,4 %67,8 %54,9 %61,9 %
Bad Tölz-Wolfratshausen (Bayern)11,6 %4,0 %60,8 %44,8 %67,4 %
Landau in der Pfalz (Rheinland-Pfalz)11,5 %2,9 %83,9 %73,4 %78,2 %
Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz)9,5 %1,8 %70,1 %47,7 %56,7 %
Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz)8,9 %2,2 %82,3 %60,0 %67,5 %
Main-Spessart (Bayern)7,8 %0,5 %78,7 %41,4 %54,2 %
Baden-Baden (Baden-Württemberg)7,4 %0,8 %78,6 %54,3 %80,3 %
Quelle: Bundesnetzagentur, Mobilfunk-Monitoring, Datenstand Juni 2026, Blatt „Fläche“, 400 Kreise ausgewertet. Sortiert nach Anteil weißer Flecken. In 61 Kreisen gibt es keine weißen Flecken.

Auffällig: In drei der fünf Alpen-Landkreise deckt o2 mehr Fläche mit 5G ab als die Telekom. Die bundesweite Rangliste hilft vor Ort also wenig — die Zahl deines Kreises oder deiner Gemeinde in der Excel-Datei ist aussagekräftiger.

Warum die Karte Empfang zeigt, du drinnen aber keinen hast

Es liegt meist an der Frequenz. Die Bundesnetzagentur erklärt: Frequenzen unter 1 GHz (700, 800 und 900 MHz) versorgen mit „großen Zellradien“ die Fläche, höhere Frequenzen bringen mehr Tempo, aber „geringere Reichweiten“. 1&1 formuliert es für Laien: „Niedrige Frequenzen erreichen größere Distanzen und gelangen besser durch Wände oder Gebäude.“ Als weitere Ursachen nennt die Bundesnetzagentur „Wände oder moderne Wärmeschutzverglasung“ und ältere Geräte, die nicht alle Frequenzbänder unterstützen.

  • Telekom: 5G auf 3,6 GHz in Städten und auf 700 MHz „für eine bessere Reichweite in ländlichen Regionen“; LTE auf 800, 1800 und 2600 MHz.
  • Vodafone: 5G auf 3,5 GHz (bis 1.000 Mbit/s), 1,8 GHz (bis 500 Mbit/s) und 700 MHz (bis 200 Mbit/s); 2G auf 900 MHz.
  • o2: LTE auf 800, 1800 und 2600 MHz, entlang von Bahnstrecken auch auf 900 MHz.
  • 1&1: nur 2 GHz und 3,6 GHz aus der Auktion 2019 — und laut Bundesnetzagentur „erst ab dem Jahr 2031 wieder eine Chance auf Zugang zu Frequenzen unterhalb 1 GHz“. Im Gebäude hilft 1&1-Kunden deshalb vor allem das Vodafone-Roaming.

Ist der Empfang in der Wohnung schlecht, aber das WLAN gut, löst WLAN-Call das Telefonieren — welche Anbieter es unterstützen, steht in unserer WLAN-Call-Übersicht. Ist das mobile Internet dauerhaft langsamer als vertraglich zugesagt, kannst du das mit dem Nachweisverfahren der Bundesnetzagentur belegen und Geld zurückverlangen.

Vor dem Vertrag testen: gratis Test-SIM, Prepaid oder Widerruf

Die Bundesnetzagentur empfiehlt es ausdrücklich: „Über Test-SIM-Karten der Anbieter können Verbraucher die Versorgung vor Ort unverbindlich und gegebenenfalls kostenlos prüfen.“ Drei der vier Netzbetreiber bieten das an:

NetzKostenlos testenGünstigster Prepaid-Test
TelekomKeine kostenlose Test-SIM für Privatkunden gefundenEDEKA smart kombi S: 4,95 € inkl. 5 € Guthaben · congstar Prepaid-Starterpaket: 4,99 € (Aktion, Enddatum nicht genannt)
Vodafone„Teste Vodafone 30 Tage kostenlos. Inklusive unbegrenztem Datenvolumen und unbegrenzter Telefonie. Ganz ohne Mindestlaufzeit.“ (Vodafone; Bedingungen nicht geprüft)CallYa-SIM kostenlos (ohne Startguthaben) · FYVE Basis-SIM: 0 € inkl. 10 € Guthaben
o2Testkarte: „0 € Grundgebühr, 0 € Anschlusspreis, 0 € Versand“, „Laufzeit 30 Tage, Tarif endet automatisch“, unbegrenztes Datenvolumen (o2)Aldi Talk Starter-Set: 9,99 € inkl. 10 € Guthaben · o2 Basistarif-SIM: 4,99 € inkl. 5 €
1&130 Tage Testphase im Vertrag: „können Sie ganz unkompliziert und ohne weitere Kosten von Ihrem Vertrag zurücktreten“ (1&1)kein Prepaid im 1&1-Netz
Stand: 19.09.2026 (Testangebote) und 18.09.2026 (Prepaid-Preise aus unserem Prepaid-Vergleich).

Ein Prepaid-Test zeigt, ob das Netz an deiner Adresse funkt — nicht, wie schnell der spätere Tarif ist, denn viele Discounter begrenzen das Tempo auf 50 Mbit/s. Teste dort, wo du das Handy wirklich nutzt: im Schlafzimmer, im Keller, im Büro. Und teste mit deinem eigenen Gerät, weil ältere Handys nicht alle Frequenzen beherrschen.

Das gesetzliche Testfenster: Wer online oder am Telefon abschließt, kann 14 Tage ohne Begründung widerrufen (§ 312g und § 355 BGB: „Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage.“). Nach dem Wortlaut von § 356 Abs. 5 BGB erlischt das Recht erst „mit der vollständigen Erbringung der Dienstleistung“ — ein Laufzeitvertrag ist nach zwei Wochen Nutzung nicht vollständig erbracht. Wer ausdrücklich verlangt hat, dass der Anbieter schon vor Fristende liefert, zahlt nach § 357a BGB Wertersatz für die genutzte Zeit, berechnet aus dem vereinbarten Preis. Das ist keine Rechtsberatung; im Laden gekaufte Prepaid-Karten fallen nicht unter das Fernabsatz-Widerrufsrecht.

Funkloch melden: So kommt deine Messung zur Bundesnetzagentur

Die frühere Breitbandmessung- und Funkloch-App heißt jetzt Mobilfunk-Check. Mit der Funktion „Netzcheck“ erfasst sie, ob du gerade kein Netz, 2G, 4G oder 5G hast, und schickt das an die Bundesnetzagentur. Das ist der einzige Meldeweg: „Anderweitige Meldungen, etwa via E-Mail, sind nicht möglich.“ Erwarte keine Reaktion auf deine einzelne Meldung — die Behörde schreibt selbst: „Eine einzelne Meldung löst keine automatischen Prozesse zur Behebung aus, sondern erweitert die Datengrundlage“. Mit diesen Daten prüft sie die Karten der Netzbetreiber.

  • Nur dein eigenes Netz: Die App misst ausschließlich das Netz, in das sich dein Handy laut Vertrag einbuchen darf.
  • WLAN aus: Bei aktivem WLAN werden keine Messpunkte erfasst; gewertet wird nur bei einer Ortungsgenauigkeit bis 50 Meter.
  • iPhone: Die Erfassung funktioniert nur, wenn du sie startest, bevor du ins Funkloch kommst.
  • Datenverbrauch: etwa 0,1 MB je 100 Messpunkte.

Alle Messungen landen in der Netzcheck-Karte — laut Bundesnetzagentur „nicht repräsentativ“, aber mit rund 500 Millionen Messpunkten von mehr als 470.000 Nutzern (Stand August 2025) ein guter Realitätsabgleich zur Betreiberkarte. Bei der zweiten bundesweiten Mobilfunkmesswoche vom 24. Juni bis 1. Juli 2026 kamen von über 60.000 Teilnehmern knapp 20 Millionen Messpunkte zusammen: Rund 98 % zeigten 4G oder 5G, der 5G-Anteil stieg auf fast 70 %, keine Versorgung gab es an weniger als 1 % der Punkte. Für akute Störungen ist die App das falsche Werkzeug — im o2-Netz zeigt der Live-Check in der Netzkarte aktuelle Störungen.

Was die Netzbetreiber versprechen müssen: die Versorgungsauflagen

Seit der Frequenzauktion 2019 mussten Telekom, Vodafone und Telefónica bis Ende 2022 unter anderem 98 % der Haushalte je Bundesland mit mindestens 100 Mbit/s versorgen, dazu Autobahnen, wichtige Bundesstraßen und Schienenwege. Nach dem Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur vom Dezember 2025 sind „fast alle Versorgungsauflagen weitgehend erfüllt“ — offen bleibt vor allem die Versorgung in Bahntunneln. 1&1 muss als Neueinsteiger 25 % der Haushalte bis Ende 2025 und 50 % bis Ende 2030 versorgen; die erste Auflage meldet 1&1 selbst als erfüllt.

Mit der Verlängerung der Frequenzen hat die Bundesnetzagentur am 24.03.2025 neue Auflagen festgelegt: „mindestens 99,5 Prozent der Fläche mit mindestens 50 Mbit/s ab 2030″, 99 % der Haushalte in dünn besiedelten Gemeinden je Bundesland mit 100 Mbit/s ab 2029, alle Bundesstraßen mit 100 Mbit/s ab 2029, alle Landes- und Staatsstraßen mit 50 Mbit/s ab 2029 und alle Kreisstraßen mit 50 Mbit/s ab 2030. Neu ist, dass jeder Netzbetreiber die Verkehrswege selbst durchgehend versorgen muss. Zwei Einschränkungen gelten aber: Die Werte gelten „im Antennensektor und im Freien (Outdoor)“ und werden „nicht pro Nutzer garantiert“. Anforderungen an die Versorgung in Gebäuden will die Behörde erst im nächsten Vergabeverfahren festlegen.

Was die Netztests sagen

TestMethodeErgebnis
connect Netztest, Heft 01/2026Fahr- und Laufmessungen in 48 Städten und auf der Bahn, dazu Crowdsourcing aus über 12,4 Milliarden MesswertenTelekom „überragend“, Vodafone und o2 „sehr gut“; 1&1 nur als Sonderbetrachtung, gemessen mit Vodafone-Roaming
CHIP Netztest, Magazin 01/20268.382 km Auto, 2.665 km Zug, 76 Stunden zu Fuß, dazu Crowdsourcing von über 1,5 Millionen SmartphonesTelekom Testsieger vor Vodafone, o2 erstmals mit „sehr guter“ Gesamtnote auf Platz 3. 5G auf dem Land laut Crowdsourcing: Telekom 82,68 %, Vodafone 73,24 %, o2 62,61 %
COMPUTER BILD Netztest 2026590.000 Speedtests und 0,87 Millionen Hintergrundmessungen von Lesern, Oktober 2024 bis September 2025Telekom „sehr gut“ (1,1), Vodafone „sehr gut“ (1,3), o2 „gut“ (1,9); 1&1 ohne Note
Angaben aus den Veröffentlichungen der Tester. Netztests messen entlang von Routen und aus Nutzerdaten — sie sagen, welches Netz im Schnitt besser ist, nicht wie der Empfang an deiner Adresse ist.

Checkliste: Netzabdeckung prüfen in fünf Schritten

  1. Netz deines Wunschtarifs klären — in der Netz-Matrix oder im Produktinformationsblatt.
  2. Betreiberkarte mit vollständiger Adresse öffnen, heranzoomen, 4G und 5G getrennt ansehen; bei o2 auf die Balken „innerhalb von Gebäuden“ achten.
  3. Gegencheck bei der Bundesnetzagentur: alle Netze nebeneinander in der Monitoring-Karte, Messungen echter Nutzer in der Netzcheck-Karte.
  4. Vor Ort testen mit Test-SIM (o2, Vodafone), Testphase (1&1) oder Prepaid-Karte (Telekom-Netz) — drinnen, mit deinem Handy.
  5. Online abschließen, damit dir 14 Tage Widerruf bleiben, und Funklöcher über die App Mobilfunk-Check melden.

Passt das Netz, findest du die günstigsten Tarife im SIM-only-Vergleich, im Telekom-Netz, Vodafone-Netz und o2-Netz sowie ohne Vertrag im Prepaid-Vergleich.

So haben wir recherchiert

Die Zitate zu den Karten stammen aus den Konfigurations-, Legenden- und Sprachdateien, die die Karten von Telekom, Vodafone und 1&1 selbst laden, sowie aus den Hilfe- und FAQ-Seiten der Betreiber. Die o2-Karte gibt ihre Legende nur im Browser aus; ihr Anzeigeprinzip belegen wir über die baugleiche Karte von Aldi Talk und eine Antwort eines o2-Moderators. Die Flächenzahlen stammen aus der Excel-Auswertung des Mobilfunk-Monitorings der Bundesnetzagentur (Datenstand Juni 2026), die Auflagen aus Pressemitteilungen und dem Tätigkeitsbericht der Behörde, die Rechtslage aus dem Gesetzestext. Betreiberangaben zum Ausbau haben wir nur mit Datum übernommen; ältere Zahlen auf den Betreiberseiten (etwa die Telekom-FAQ mit Stand April 2024) haben wir aussortiert. Wo etwas nicht belegbar war, steht es nicht auf dieser Seite.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich die Netzabdeckung an meiner Adresse?

In der Netzkarte des Betreibers, dessen Netz dein Tarif nutzt: Telekom (telekom.de/netz), Vodafone (vodafone.de/hilfe/netzabdeckung), o2 (o2online.de/netz) oder 1&1 (mobile.1und1.de/netzcheck). Gib die vollständige Adresse mit Hausnummer ein und vergleiche mit der Karte des Mobilfunk-Monitorings der Bundesnetzagentur, die alle Netze nebeneinander zeigt. Sicher bist du erst nach einem Test mit echter SIM.

Wie genau sind die Netzabdeckungskarten?

Sie sind berechnet, nicht gemessen. Die Telekom nennt ihre Karte eine „Modellrechnung“, die „nicht garantiert werden“ kann, Vodafone zeigt „berechnete Werte“ für draußen, die Bundesnetzagentur nennt ihre Karte eine „Prognose“ im 100-Meter-Raster. Drinnen ist der Empfang meist schlechter als angezeigt.

Welches Netz hat die beste Netzabdeckung?

Bei 5G die Telekom mit 89,9 % der Fläche vor o2 (80,2 %) und Vodafone (77,2 %), laut Bundesnetzagentur im Juni 2026. Bei 4G liegen Telekom (92,6 %) und Vodafone (92,2 %) fast gleichauf; in acht Bundesländern deckt Vodafone mehr Fläche mit 4G ab. Entscheidend ist dein Wohnort — in einigen Alpen-Landkreisen hat o2 die meiste 5G-Fläche.

Zeigt die 1&1-Karte das eigene 1&1-Netz?

Nein, sie zeigt alles, was 1&1-Kunden nutzen können — also auch das Vodafone-Netz, in das 1&1-Kunden per National Roaming wechseln. Die Karte läuft auf dem Kartenserver von Vodafone und zeigt sogar 2G, das 1&1 selbst nicht betreibt. Das eigene 1&1-Netz deckt laut Bundesnetzagentur 2,1 % der Fläche mit 5G ab (Juni 2026).

Wie melde ich ein Funkloch?

Nur mit der App Mobilfunk-Check der Bundesnetzagentur (früher Breitbandmessung/Funkloch-App), Funktion „Netzcheck“. Meldungen per E-Mail nimmt die Behörde nicht an. Eine einzelne Meldung löst keine Reparatur aus, sondern fließt in die Datengrundlage, mit der die Bundesnetzagentur die Angaben der Netzbetreiber prüft.

Kann ich ein Netz vor Vertragsabschluss kostenlos testen?

Ja, bei o2 mit einer kostenlosen Testkarte für 30 Tage, bei Vodafone laut Anbieter 30 Tage kostenlos und bei 1&1 mit einer 30-tägigen Testphase im Vertrag. Für das Telekom-Netz haben wir keine kostenlose Test-SIM gefunden; dort ist eine Prepaid-Karte ab 4,95 € der günstigste Test. Bei Online-Abschluss hast du außerdem 14 Tage Widerrufsrecht.

Stand: 19. September 2026. Quellen: Netzkarten und Hilfeseiten von Telekom, Vodafone, o2, Aldi Talk, 1&1, congstar und ja! mobil; Bundesnetzagentur: Mobilfunk-Monitoring, Excel-Auswertung (Datenstand Juni 2026), Verbraucherportal Mobilfunkversorgung, Pressemitteilung zur Frequenzverlängerung vom 24.03.2025, Ergebnisse der Mobilfunkmesswoche 2026, Mobilfunk-Check (Funklöcher erfassen) und FAQ; 1&1-Pressemitteilung vom 17.12.2025; 1&1 zu Mobilfunkfrequenzen; connect, CHIP und COMPUTER BILD (Netztests 2025/2026); BGB §§ 312g, 355, 356, 357a. Wir aktualisieren diese Seite, sobald die Bundesnetzagentur neue Monitoring-Daten veröffentlicht.

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